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Q2E

Qualitätsmanagementsystem Q2E

Das Qualitätsmanagement der AGS erfolgt nach dem Modell Q2E.
Dieses Modell ist ein ganzheitliches Orientierungsmodell für Schulen, die ein eigenes Qualitätssystem aufbauen wollen. Das Modell basiert auf sechs Komponenten, die den allgemeinen Rahmen eines schulinternen Qualitätsmanagements umreissen und jeweils schulspezifisch – unter Einbezug der örtlichen Gegebenheiten – angepasst und ausgelegt werden müssen. 
Das Modell Q2E versteht die Qualitätsentwicklung als Schulentwicklungs-prozess. Deshalb müssen alle Betroffenen und Beteiligten in den Entwicklungsprozess miteinbezogen werden.

 

Komponente 1

Das Qualitätsleitbild
Im Qualitätsleitbild legt die Schule die Qualitäten (Werte, Normen, Standards) fest, nach denen sie sich beurteilen lassen bzw. künftig selber evaluieren will. Ein Qualitätsleitbild hat eine Funktion, die in einem direkten und unmittelbaren Bezug zum Qualitätsmanagement steht: Die Schule definiert darin die Qualitätsansprüche (Soll-Aussagen), mit denen sie die reale Praxis (Ist-Zustand) vergleichen möchte (Ist-Soll-Vergleich), um auf dieser Grundlage Entwicklungsschritte zur Verminderung der Ist-Soll-Unterschiede zu ergreifen.


Komponente 2

Individualfeedback und persönliche Qualitätsentwicklung
Der Unterricht ist für die Lehrpersonen das eigentliche „Kerngeschäft“ ihrer beruflichen Tätigkeit. Ein wirkungsvolles und glaubwürdiges Qualitätsmanagement muss daher in der Schule auch den Unterricht erreichen und zur Verbesserung und Weiterentwicklung der individuellen Unterrichtspraxis beitragen. Dabei spielen erfahrungsbezogene Rückmeldungen von Seiten der Betroffenen (z.B. Lernende, Berufsbildner/innen) oder von Seiten unbeteiligter Beobachterinnen und Beobachter (z.B. Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen) eine zentrale Rolle. Solche Feedbacks sind für die handelnden Personen wertvolle Reflexionshilfen, die das individuelle Lernen zur Optimierung des beruflichen Handelns anregen und unterstützen können.
Feedbacks sind Instrumente des persönlichen Lernens: Sie dienen der persönlichen, berufsbezogenen Qualitätsentwicklung. Sie sind von Beurteilungs- und Qualifizierungsinstrumenten deutlich abzugrenzen.
An der AGS sind Feedbacks  zwischen Lehrperson und Lernenden, zwischen Lehrperson und Lehrperson (kollegiales Feedback) und Lehrperson und Vorgesetzten institutionalisiert.


Komponente 3

Selbstevaluation und Qualitätsentwicklung der Schule
Neben den einzelnen Mitarbeitenden und der individuellen beruflichen Praxis soll aber auch die Institution Schule als Ganzes regelmässig überprüft und schrittweise weiterentwickelt werden (z.B. Schulführung oder die Schulorganisation). In dieser Absicht werden datengestützte Qualitätsrecherchen durchgeführt, sei es zu einzelnen Qualitätsbereichen (sog. „Fokusevaluationen“) oder sei es zur Gesamtqualität (sog. „Breitbandevaluationen“). Die Evaluationsdaten bilden dann die Grundlage für die Erarbeitung einer differenzierten, datengestützten Qualitätsdiagnose (Feststellen von schultypischen Ist-Soll-Diskrepanzen) und für die Erarbeitung von Optimierungsmassnahmen.


Komponente 4

Steuerung der Q-Prozesse durch die Schulleitung
Es gehört in den Aufgabenbereich einer Schulleitung, die verschiedenen Qualitätsaktivitäten in der Schule zu steuern und zu koordinieren. Entsprechend wichtig ist es, dass das schulinterne Qualitätsmanagement als primäre Aufgabe der Schulleitung verstanden wird. Wenn es um die Institutionalisierung der Qualitätsaktivitäten geht, hat die Schulleitung die Aufgabe, die konzeptionellen Grundlagen für die Qualitätsmanagementprozesse festzulegen, als transparente Verfahren zu beschreiben und in der Schule verbindlich einzuführen. Dabei geht es einerseits um die bereits erwähnte Feedback- und Evaluationspraxis, andererseits aber auch um weitere qualitätssichernde Prozesse wie beispielsweise um Mitarbeiter/innengespräche, um den Umgang mit Qualitätsdefiziten, um die Einführung und Begleitung von neuen Lehrpersonen (Mentorate) oder um die Qualitätsdokumentation.
Die Schulleitung muss auch dafür sorgen, dass alle Mitarbeitenden die Qualitätsverfahren und Qualitätsinstrumente angemessen anwenden können. Zur Führungsaufgabe gehört hier einerseits die Gewährleistung von Unterstützung, andererseits aber auch die Sicherstellung von Verbindlichkeiten und Kontinuität: Die Schulleitung muss sicherstellen, dass die vereinbarten Abmachungen eingehalten bzw. umgesetzt werden und dass das Qualitäts-Know-how in der Schule ausgetauscht und ständig weiterentwickelt wird. Eine wichtige Funktion hat in diesem Zusammenhang die von der Schulleitung eingesetzte QM-Gruppe AGS.


Komponenten 5 und 6

Externe Schulevaluation und Zertifizierung
Die Schule lässt das schuleigene Qualitätsmanagement und damit auch die Schul- und Unterrichtsqualität extern überprüfen, verarbeitet die Ergebnisse und nutzt sie zur schrittweisen Optimierung. Dabei werden folgende Ziele angestrebt:
Die externen Evaluationsfachleute sollen durch die unabhängige Sicht auf die Schulqualität die Glaubwürdigkeit des schuleigenen Qualitätsurteils nach Innen und Aussen erhöhen.
Die unabhängige, unvoreingenommene Befragung soll eine ehrliche Meinungsäusserung der Betroffenen erleichtern und „blinde Flecken“, die dem Insider-Blick verborgen bleiben, aufdecken helfen.
Eine professionelle Begutachtung des Qualitätsmanagements soll die Entwicklung und die Institutionalisierung des schuleigenen Qualitätsmanagements fördern und die Verbindlichkeit zur Umsetzung der evaluationsbezogenen Entwicklungsmassnahmen erhöhen.
Daten zur Qualität der Schule werden von Evaluationsfachleuten erfasst, aufbereitet und als Grundlage für die Rechenschaftslegung und für die Weiterentwicklung der Schule zur Verfügung gestellt. Weil diese Schulqualitätsrecherchen Dritte durchführen, werden die Zeitressourcen der Schule entlastet und es entsteht keine Zusatzbelastung für die Mitarbeitenden.
Im Anschluss an die externe Evaluation kann die Schule aus eigenem Interesse und freiwillig das Qualitätsmanagementsystem Q2E auch zertifizieren lassen. Die AGS hat diesen Weg gewählt, weil eine Zertifizierung gegen Innen wie gegen Aussen als „Ausweis“ für die erreichte hohe Qualität der Institution gelten kann.

 
 
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