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Klosters 2009

Sonntag, 22. Februar 09

26 Teilnehmende, 4 Leiter/-innen und 2 Köchinnen sind erfolgreich in Klosters angekommen. Angesichts der Wetterverhältnisse ist dies vor allem für Hans mit seinem Bus und Roli im Auto keine selbstverständliche Meldung... Bereits kurz nach der Ankunft verwöhnen uns Heidi/Thekla mit einer feinen Mehlsuppe, nach dem Zimmerbezug stehen drei Wahlprogramme zur Auswahl: Schlitteln auf Gotschna, Ski/Snowboard-Einfahren am Selfranga-Lift sowie Snowboard-Einstieg mit Roli für die Beginners. Generell wird der überwältigende (Menge und Qualität!) Schnee genossen. Den Abend rundet ein feines Znacht ab (Ghacktes mit Hörnli und Apfelmus, Dessert: Kirschenwähe). Zur Einstimmung auf den Freitagabend schauen wir Giacobbo/Müller auf SF1, die meisten allerdings nur bis zur Hälfte. Im Leiterteam werden wir uns bewusst, dass es in diesem Jahr mit unserer Livesendung nicht unbedingt einfach werden könnte...

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Montag, 23. Februar 09

Ein ohrenbetäubendes Läuten riss uns aus dem Schlaf. Nach dem wir die letzten "Sandchörnli" aus den Augen gerieben haben, stärkten wir uns mit einem feinem Frühstück für den Tag.

Um  8.37 erwartete uns der Bus, der uns zur Talstation brachte. Oben angekommen, blies uns ein kalter Wind ins Gesicht. Das Wetter war katastrophal, aber wir machten das Beste daraus. Nach einem langen Marsch quer durch das Skigebiet konnten wir unsere erste Abfahrt "geniessen". Unten angekommen fuhren wir mit dem Skilift wieder und wieder runter und wieder hoch. Nach dieser Tortur gingen wir etwas Neuschnee schnuppern. Wobei Raffi Bekanntschaft mit einer Tanne machte.

An der Talstation wurden wir dann von einer Neuchâteloise angemotzt, weil wir etwas zuuuu dicht an ihrem Auto vorbeifuhren. Irgendeinmal zwischendrin hatten wir auch noch Mittagpause. Wir assen unseren Lunch, der bestand aus Sandwiches und einem Apfel, lecker;).

Nach dem Mittagessen wurde das Wetter noch schlechter. Deshalb wurden viele Lifte geschlossen und wir fuhren nur noch die Talfahrt und den Schlittelweg hinunter.

Die deutschen Touristen nervten (ausgeschlossen: Adriano). Zuerst wurden wir als musculii glutaes medius beschimpft und dann bekam Mirco noch den Stock an den Kopf. Heieiei.

Anschliessend gingen wir einkaufen im Coop. Wir kauften so viel ein, dass wir die Ware nur mit dem Einkaufswagen zur Hütte transportieren konnten. Als wir mit dem Einkaufswagen in den Bus wollten, stellten wir fest, dass wir nicht durch die Tür passten. (Adriano hat uns verlassen, weil seine Freundin Hanna angerufen hat.) Nun schreibt: Raffi! Eeem jetzt haben wir den Faden verloren. Ach ja stimmt zurück zur Standesaufnahme! Der Busschofför war aber nicht einverstanden mit unserem Einkauf.

In der Hütte angekommen, wurde zuerst geduscht und gegessen (Reis Stroganoff, kein Wodka). Als Abendprogramm war ein Töggeliturnier (wir verloren, weil Adriano die Wände zum Beben brachte) an der Tagesordnung (Winner: Mike, Daniela).

Weil dieses sehr anstrengend war, brauchen wir nun eine Pause. Nun wünschen wir allen noch eine Gute Nacht!!

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 24. Februar 09

Motto des Tages: "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!"

Und trotz des von Wettergott Roli vorhergesagtem Sonnenschein sollte nicht nur der Vormittag unter diesem Motto stehen. Vereinzelt, ca. 1,5 min, konnte man tatsächlich ein paar Sonnenstrahlen geniessen (weshalb sich die Sonnencreme am Morge doch noch gelohnt hat =) ). Mehrheitlich allerdings gab es ein paar Erlebnisse im Tiefschnee (Andrea durfte sich mal wieder ausgraben), Orientierungslosigkeit (Lia hofft, dass sie den nächsten Pistenstecken findet), und die Frage "Wo sind die anderen?". Aber allem in allem haben alle das tolle Gefühl des Pulverschnees genossen. Ja, unglaublich aber wahr, wir Anfänger können das auch schon =)!

Wir wurden etwas früher wie gewöhnlich erlöst von der schlechten Sicht und traten den Heimweg an. Wir wurden trotz der Tatsache, dass der Backofen heute nicht so wollte wie Heidi, mit einem wunderbarem Abendessen verwöhnt, und vertrauen darauf, dass Hans das wieder in Ordnung bringt bis morgen. Fast alle von uns, krankheitsbedingte Ausfälle abgesehen, sind mittlerweile alle auf dem Weg zum grossen Slalomwettbewerb, inkl. Polnischer Zeitmessanlage, und Nachtskifahren mit einem anschliessenden Besuch auf der Hütte. Die Ergebnisse dieses internationalen Wettbewerbs (es ist möglich, sich mit dem Sieg für die Olympischen Spiele 2010 zu qualifizieren) werden morgen bekanntgegeben.

Und nun hoffen wir darauf, dass der heute wiederum von Roli angekündigte Sonnenschein für morgen auch tatsächlich eintrifft und wir Gotschna/Parsenn unsicher machen können. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 25. Februar 09

Der erste Höhepunkt ereignete sich schon beim Aufstehen… endlich Sonnenschein! Voller Elan begaben sich die meisten, aber ohne Sonnencreme, auf die Piste, was am Abend zu roten Köpfen führte.

Unsere Gruppe hat trotz anfänglichem Verluste (Ela`s kaputte Hand) zugenommen, aber nicht gewichtsmässig. Joël ist heute zu unserer Gruppe gestossen und hatte wegen drei Bäumen wohl den Schreck des Tages bekommen, weil er wegen eines Kindes ausweichen musste.

Da eine Einführung in die Welt der Sprünge heute auf dem Tagesprogramm stand, erlernten wir zuerst das spektakuläre Umfallen. Alle waren in diesem Punkt sehr erfolgreich, ausser Sabine, die ja nicht springen wollte. Dafür hat sie sämtliche Lunchs im Rucksack mitgeführt (ohne zermatschte Äpfel).

Neben den Sprüngen war auch Freeriden ein grosses Thema und Hans versuchte alle von seiner Routenwahl zu überzeugen ( "Wär chunnt düre Töifschnee? Niemmer?" J) Wer seinem Vorschlag folgte, endete meist als Schneefrau oder Schneemann (Es wird sehr auf politisch korrekte Ausdrucksweise geachtet). Raffaela sah auch während den Pausen öfters weiss aus, da sie ein ideales Ziel für Schneeballzielübungen abgab. Auch das Carven bis zum Umfallen (wörtlich genommen!) wurde geübt, meist mit Erfolg.

Ansonsten war der Tag eigentlich fast zu schön für grosse Worte.

Als letztes noch ein lehrreicher Hinweis: Durch den Tiefschnee abkürzen um die Gruppe einzuholen ist IMMER eine schlechte Idee… um sich aus dem Schnee auszubuddeln, braucht man doppelt soviel Zeit wie der bequeme Umweg (Quelle Unbekannt J).

Als wir nun gemütlich bei Tisch sitzen, um unseren Bericht zu schreiben (damit IHR ja alle mitbekommt, was bei uns so AB geht) trödelt die Ski-Mannschaft, welche heute Küchendienst hat, im Speisesaal umher. Adriano, der versucht mit etwas Geschick einige Tassen auf dem Tisch heil abzustellen, gerät in Gleichgewichtschwankungen und lässt eine Tasse fallen.. (!!) Alle Blicke, aber wirklich alle Blicke zieht er mit seiner akrobatischen Aktion auf sich.. Doch zum Erstaunen bleibt die Tasse ganz, doch einem Teller kostete es das Leben...

Darum: "Liebe Mobiliar, es geschah an einem gemütlichen Abend beim Tische decken…" Der Schlussteil kann individuell gewählt werden ;-)

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Donnerstag, 26. Februar 09

*Klingelingeling* und ein lautes *Hatschiiiii* von Jonas lässt den Tag im Lagerhaus erwachen. Es sollte jedoch nicht das letzte Mal werden, dass Jonas vom Niesreiz geplagt wird. Nach einem stärkendem Frühstück ohne Zucker, ging es los Richtung Berg. Auf Gotschnagrat wärmten wir uns mit einem lustigen Spiel, namens "Pferderennen", ein. *Wiihher, Schnaub*. Nach einem Abschiedsschmatzer von Nils ging es ab auf die Piste. Die Bindung von Dave funktionierte wieder einigermassen und Jonas musste niesen, *HAAAATSCHII* und seine Kollegen schrieen im Chor *GESUUUNDHEIT*. Danach filmte uns unsere sexy Nicole beim Fakie fahren und Pistenfreestyle. Mike flog voll auf die Nüs…. *Schmerz*!. Nach ein paar Hollywood mässigen Stunts erklammen wir den Gipfel, wo wir eine Pyramide machten und das Modelleben erlebten. Nach einer mühsamen Abfahrt gingen wir uns stärken mit einem makaberen Sandwich und OVO ( mit Ovi chasch ned besser, aber länger :P). Während Mike seine Bindung umstellte meinten wir alle, er wäre ins Klo gefallen. Im Restaurant fielen fast alle vom "Stüehli" und schliefen ein. Nicole scheuchte uns auf, um erneut gegen den Schnee auf der Piste zu kämpfen. Um zu sehen wie schnell wir wohl fahren mit unseren Brettern, düsten wir zum Parsenn Rapid. Dort gab es nämlich eine Zeitmessmaschine. Mit grandiosen 86 Stundenkilometer fuhren Daniela und Julia die Piste runter. Nein Quatsch, das war natürlich Dave.
Darauf folgte ein ausführliches, anstrengendes, nettes, liebes Frauenkuscheln. Unsere Beine wurden immer mehr zu zerquetschtem Pudding und alle waren müde, ausser natürlich unseren Sportskanonen Dario, Mike und Dave. Doch die Mehrheit überzeugte dann Nicole und wir machten uns langsam auf den Weg Richtung Talabfahrt. 
Auf dieser Piste machten wir Zweiergruppen und durften Nicole spielen. Jeder durfte mal seinen Senf dazu geben.
Auf der Talabfahrt legten wir In der Alten Schwendi einen Boxenstopp ein. Annigna traf wieder einmal ihre Freunde an und wir mussten uns ohne sie unterhalten. Das war jedoch für uns kein Problem, da wir sehr beschäftigt waren mit der Förderung unserer koordinativen Fähigkeiten mit Hilfe von Bieruntersetzern. Da wir so eine super tolle und geniale Gruppe sind, hatte Nicole Spendierhosen an.
Im Tal angekommen, nahmen wir den Bus zurück nach Selfranga und freuten uns schon ganz fest auf die warme Dusche, die wir uns verdient hatten.

Nach einem feinen Nachtessen folgte auf Initiative von Daniela ein Spielabend. Für die "Nimmersatten" gabs anschliessend Salsa-Tanzkurs. Man staune, was in kurzer Zeit alles gelernt werden kann.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Freitag, 27. Februar 09

Ein absoluter Hammertag, der im Schnelltempo vorbei ging! Als wir heute Morgen total verpennt, mit der Hoffnung auf schönes Wetter hinausschauten, wurden wir zu tiefst enttäuscht. Grau, grau, grau... Doch Julia mit ihrer super motivierenden und lauten Stimme: " Nei, ma nid ufstoh!!!!" riss alle aus den Federn. Angekommen auf der Piste, gab es eine Gruppen-Körper-Massage, so dass wir  fast wieder in den Tiefschlaf fielen. Ausser unseren Schneeflocken auf den Brillen sahen wir NICHTS. Der Treffpunkt um 10.00 ging voll in die Suppe. Wir, die Top Profis, sollten uns verbinden mit den anderen Gruppen. Leider konnten Sie sich in unserer Gruppe nicht integrieren. SORRY!! Unseren kalten Körpern musste ein wenig Wärme geschenkt werden. Ab ins Restaurant!!! Nach einer lustigen Unterhaltung durch einen kleinen, dicken und schnuggeligen Jungen ging es weiter zur Sonnenseite des heutigen Tages. Schwarzseealp. Der Tiefschnee zog uns magnetisch an und wir versanken in den Wolken. Die sexy Schneebunnys setzen eine Runde aus und die krassen Gängschters gingen cruisen. Nach einem gemeinsamen entspannenden Mittagessen im Gotschnagrat  fuhren wir  voller Action, Sprungsessions und Freeride die Hänge hinunter. Die Talabfahrt Premiere wurde ohne Verletzungen erfolgreich abgeschlossen. Unten angelangt rief ein heisses Getränk zu Annigna und Michèle: "Kommt zu mir!!!" Sie folgten dem heissen Getränk. Die Angefressenen nahmen nochmals den Kontakt auf mit dem SUPER Tiefschnee. Zusammen erklommen wir ein letztes Mal den Gipfel und genossen die leeren Pisten und das schöne Panorama. Bei unserer Höhle angelangt, erwartete uns eine Showeinlage unserer kleinen, süssen und Möchtegern Akrobaten.

Am Abend: Feinstes Riz Casimir (einmal mehr: Danke Heidi und Thekla!), danach mittels Wochenkarte-Eintrittsticket in die Giacobböller & Müller-Live-Sendung, welche gespickt war mit Höhepunkten: Studiogäste Mike, Dave und Lily, Karaoke-Nummer "Complicated" von Lily & Adriano, Salsa-Showeinlage der Cuban-Dancers... Urs "Viktor" Giacobböller und Roland "Mike" Müller sowie Hans "Peter" Tate (das ganze gefilmt durch Nicole "The Camera" Kambly) hatten es entsprechend leicht, eine einigermassen gelungene Sendung zu präsentieren, bevor es in der Gotschna-Bar zum traditionell stimmungsvollen Lagerabschluss kam!

 
 
 
 
 
 
 

Samstag, 28. Februar 09

Für einmal das Gebimmel um 07.00 Uhr etwas länger und lauter... Nach der (für einige sehr kurzen) Nacht ruft ein letztes Zmorgenessen, denn gut gestärkt ist halb gewonnen: Das Aufräumen sowie Putzen des ganzen Lagerhauses steht auf dem Programm!! Bereits um 09.10 Uhr (absolute Rekordzeit!) erstrahlt das Haus "Bim Lerch" im Glanze. Und das Tolle: Hausabwartin Frau Züger verteilt das Prädikat "Sehr gut!!!", was in den letzten zehn Jahren noch nie vorgekommen ist.. Überraschend kommt dies nicht, sämtliche Lagerteilnehmenden haben zum Abschluss nochmals am gleichen Strick gezogen, wie dies während der ganzen Woche der Fall war, BRAVO! Angesichts des schlechten Wetters sicherlich nicht selbstverständlich! Wir Leiterinnen und Leiter steigern das Kompliment deshalb und meinen:

"Liebe Lagerteilnehmden Klosters09, ihr wart nicht sehr gut, nein, ihr wart einfach supermegagenial! Deshalb hoffen wir natürlich, bei der Lagerausgabe 2010 möglichst viele von euch wieder in Klosters begrüssen zu können. Eure Nicole, Hans, Urs und Roli"

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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